Coronavirus - Empfehlungen zum Umgang mit dem Corona-Virus (COVID 19)

Corona-Hotline der KZV Sachsen-Anhalt

Für sämtliche Fragen, die sich aktuell aus der Corona-Pandemie ergeben, steht unsere Corona-Hotline den Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzten Sachsen-Anhalts telefonisch und per E-Mail zur Verfügung. Sie erreichen uns zu unseren Geschäftszeiten von Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 16:00 Uhr und am Freitag von 8:00 bis 12:00 Uhr.

Telefon 0391 6293-001
E-Mail corona@kzv-lsa.de

 

Aktuelle Risikobewertung des RKI

Fallzahlen in Deutschland sind auf dem RKI Dashboard https://corona.rki.de bis auf Landkreisebene abrufbar.

 

Corona Warn App

Informationen zur Corona-Warn-App und Links zu den App Stores

 

Nachfolgend finden Sie alle Informationen, die im Praxisalltag wichtig sind.

Corona-Testungen durch Vertragszahnärzte

Vertragszahnärztinnen und -zahnärzten ist es auf Grundlage der Coronavirus-Testverordnung (TestV) in folgenden Fällen erlaubt, Antigen-Tests bei asymptomatischen Personen durchzuführen:

  • beim eigenen Praxispersonal. Eine Testung kann durchgeführt werden, wenn die betreffende asymptomatische Person in der Praxis tätig ist oder tätig werden soll und die Praxis ein entsprechendes einrichtungsbezogenes Testkonzept aufgestellt hat. Auch der öffentliche Gesundheitsdienst kann zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus die Testung verlangen.
  • in Einzelfällen bei eigenen Patienten (Details sind in Klärung zwischen BZÄK und Bundesgesundheitsministerium)

PCR-Tests dürfen weiterhin nur durch die zuständigen Stellen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes und deren Testzentren, Arztpraxen und die von den Kassenärztlichen Vereinigungen betriebenen Testzentren durchgeführt werden.

Hinweise zur Umsetzung der Coronavirus-Testverordnung

KZV-LSA Rundbrief 11/2020 zur Coronavirus-Testverordnung

TestV: Informationen der KZBV für Zahnärztinnen und Zahnärzte

 

Die Abrechnung der Sachkosten für die Durchführung von Antigen-Tests beim eigenen Praxispersonal erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA). Hierfür ist vorab eine entsprechende Registierung nötig.

Antrag auf Registrierung bei der KVSA zur Sachkostenabrechnung gemäß TestV

Finanzielle Unterstützungsleistungen für Zahnärzte

Im Rahmen der Bund-Länder-Beschlüsse vom 28. Oktober 2020 wurden vom Bund weitere außerordentliche Wirtschaftshilfen gewährt sowie bestehende Hilfsmaßnahmen mit veränderten Konditionen verlängert oder angepasst.Für Zahnarztpraxen ergeben sich daraus aktuell folgende Möglichkeiten, Unterstützungsleistungen in Anspruch zu nehmen.

 

Überbrückungshilfe II

Zur Sicherung der Existenz von kleinen und mittleren Unternehmen, Soloselbstständigen und Freiberuflern, die besonders unter coronabedingten Umsatzausfällen leiden, werden Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten geleistet, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Antragsberechtigt sind auch selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb, sodass grundsätzlich auch Zahnärztinnen und Zahnärzte antragsberechtigt sind.

Das Programm wurde auf die Monate September bis Dezember 2020 ausgeweitet, eine weitere VErlängerung bis Juni 2021 (Überbrückungshilfe III) ist vorgesehen.

Wichtig: Überbrückungshilfen können nur durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer digital beantragt werden. Die Antragsfrist für das Überbrückungsgeld II läuft bis zum 31. Dezember 2020

Weitere Informationen zur Beantragung von Überbrückungshilfe II

 

KfW-Schnellkredit 2020

Freiberufler, die coronabedingt in eine finanzielle Schieflage geraten sind, können – befristet bis zum 31. Dezember 2020 – einen Schnellkredit der KfW erhalten. Auch Zahnärztinnen und Zahnärzte gehören zu den Antragsberechtigten. Für die Kreditbeantragung wenden Sie sich bitte an Ihre Hausbank, die die KfW-Schnellkredite durchleitet.

Weitere Informationen zum KfW-Schnellkredit 2020

Empfehlungen zum Umgang mit Patienten

Die Erkältungszeit beginnt und damit auch die Unsicherheit im Umgang mit Personen mit Krankheitssymptomen. Oft ist es schwierig zu unterscheiden, ob jemand nur eine Erkältung hat oder der begründete Verdacht einer COVID-19-Erkrankung besteht.

Um einer Weiterverbreitung des Virus entgegen zu wirken, sollten alle Patienten durch geeignete Maßnahmen (z.B. Homepage, Aushänge an und in der Praxis) informiert werden, dass sie sich bei Atemwegsinfektionen, die im Zusammenhang mit einem Aufenthalt in Risikogebieten oder Kontakt mit SARS-CoV-2-Infizierten stehen, zuerst telefonisch mit der Praxis in Verbindung setzen.

Es empfiehlt sich ebenso, die Patienten bereits vor dem Betreten der Praxis um ihre Mithilfe zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus zu bitten. Dafür können Sie folgendes Hinweisplakat nutzen:

Hinweisplakat für Patienten am Praxiseingang

Hinweisplakat für Patienten am Praxiseingang in Englisch

 

Umgang mit Patienten, bei denen ein Infektionsverdacht besteht

Neben den Standard-Hygienemaßnahmen empfehlen wir folgenden Umgang mit Patienten, die unter dem Verdacht einer Erkrankung mit Covid 19 stehen, weil

  • sie Kontakt zu Erkrankten hatten
  • aus einem Hochrisikogebiet zurückgekehrt sind oder
  • typische Symptome (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit)

aufweisen:

Behandlungsoptionen (Infografik)

Die Behandlung von Patienten, die bereits Symptome einer akuten respiratorischen Erkrankung der unteren Atemwege (Husten, Fieber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen, Atembeschwerden und Luftnot, Müdigkeit, Appetitlosigkeit) zeigen, sollte auf die Zeit nach Ende der Erkrankung verschoben werden, sofern es sich nicht um Notfälle handelt.

Diese Patienten sind zur Sicherung der Diagnose an den Hausarzt bzw. den kassenärztlichen Notdienst unter Tel. 116117 zu verweisen.

Wenn sich eine Patientin oder ein Patient nach einer Behandlung (<14 Tage) mit einem positiven Testergebnis bei Ihnen meldet, kontaktieren Sie bitte Ihr zuständiges Gesundheitsamt. Das Gesundheitsamt hat dann über die notwendigen Schritte und ggfs. über eine Praxisschließung zu entscheiden. Eine Liste finden Sie unter:

Gesundheitsämter in Sachsen-Anhalt

Risikomanagement bei Notfallbehandlungen

Bei Notfallbehandlungen beachten Sie bitte:

  • Räumliche oder organisatorische Trennung der an COVID 19 erkrankten Patienten von den Patienten der Normalsprechstunde
  • Persönliche Schutzausrüstung für das Personal (Schutzbrille mit Seitenschutz; Atemschutzmaske FFP2/FFP3; unsterile Handschuhe; langärmliger Schutzkittel; das Tragen einer Kopfhaube kann den Schutz erhöhen; für Reinigungsarbeiten Schutzhandschuhe nach DIN EN 374 mit längeren Stulpen)
  • Patienten nach Betreten der Praxis für die Wartezeit Mund-Nasen-Schutz aushändigen und zum Tragen anhalten.
  • Patienten anhalten, vor Verlassen des Sprechzimmers die Hände zu desinfizieren.
  • Schutzkleidung nach Beendigung der Behandlung kontaminationsfrei ablegen.

Hier finden Sie weitere Informationen des Bundesärztekammer:

Prävention von Infektionsübertragungen - Positionspapier der Bundeszahnärztekammer

Hinweise der Bundeszahnärztekammer zum Risikomanagement in Zahnarztpraxen

Empfehlung des IDZ zur Standardvorgehensweise für Zahnarztpraxen zur Behandlung von SARS-CoV-2-Patienten:

Standardvorgehensweise zur Behandlung von SARS-CoV-2-Patienten

Zahnmedizinische Behandlungszentren für Notfallbehandlungen

Die zahnmedizinische Notfallbehandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion erfolgt in speziell ausgestatteten Kliniken und Schwerpunktpraxen. Um Ihnen den Entscheidungs- und Überweisungsprozess weitestgehend zu vereinfachen, stellen wir Ihnen ein Ablaufschema zur Verfügung.

Optionen für den Umgang mit medizinischem Personal in Situationen mit relevantem Personalmangel im Rahmen der COVID-19 Pandemie

Die folgenden Handlungsoptionen sollen nur in Situationen zur Anwendung kommen, in denen ein relevanter Personalmangel (adäquate Versorgung der Patienten nicht gewährleistet) vorliegt und andere Maßnahmen zur Sicherstellung einer angemessenen Personalbesetzung ausgeschöpft sind.

Aktuelle RKI-Empfehlungen:

Optionen für den Umgang mit medizinischem Personal in Situationen mit relevantem Personalmangel im Rahmen der COVID-19 Pandemie

Meldung an Zulassungsstelle bei Quarantäne oder notwendiger Praxisschließung

Sollten Sie aufgrund einer Quarantäne oder anderer Umstände Ihre Praxis vorübergehend schließen müssen, bitten wir Sie um eine kurzfristige, formlose Meldung an die Zulassungsstelle (0391 6293-272) der KZV.

Sonderregelungen für die Heilmittelverordnung

Aufgrund des bundesweit steigenden Infektionsgeschehens hat der G-BA mit Wirkung zum November zeitlich befristete bundesweite Sonderregelungen zur Verordnung von Heilmitteln aktiviert.

Für die vertragszahnärztliche Verordnung von Heilmitteln gelten damit vorerst befristet bis zum 31. Januar 2021 folgende Regelungen:

  • Zahnärztinnen und Zahnärzte können Folgeverordnungen und Verordnungen außerhalb des Regelfalls auch nach telefonischer Anamnese ausstellen.
  • Verordnungen behalten ihre Gültigkeit, auch wenn die Behandlung länger als 14 Kalendertage unterbrochen wird.
  • Sprech-, Sprach- und Schlucktherapie können unter datenschutzkonformer Anwendung und mit Einwilligung des Patienten auch als Videobehandlung erbracht werden.

Darüber hinaus ist die Frist für den Beginn einer Heilmittelbehandlung von 14 auf 28 Tage verlängert. Diese Regelung gilt befristet bis zum 31. Dezember 2020. Ab dem 1. Januar 2021 beträgt die Geltungsdauer dann regulär 28 Tage.

Aktuelle Übersicht des G-BA:

Befristete Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie

Weitere Informationsquellen
Plakate und Musterdokumente zum Download

Hinweisplakat für den Praxiseingang

Folgende PDF-Dokumente stehen Ihnen zum Download für Ihre Praxis zur Verfügung

 

Berechtigungsschein zum Zwecke der Berufsausübung

Für den eventuellen Fall, dass die politischen Verantwortlichen eine Ausgangssperre aussprechen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden die Praxismitarbeiterinnen und -mitarbeiter einen Berechtigungsschein zum Zwecke der Berufsausübung benötigen. Wir haben vorsorglich ein Muster für die Praxen erstellt.

 

Ablaufschema zur Überweisung in Schwerpunktpraxen und Notfallkliniken

Die zahnmedizinische Notfallbehandlung von Personen in Quarantäne oder mit bestätigter SARS-CoV-2-Infektion erfolgt in speziell ausgestatteten Kliniken und Schwerpunktpraxen. Es wurde vereinbart, dass die Notfallbehandlung von infizierten oder unter Quarantäne stehenden Patientinnen und Patienten in den Schwerpunktpraxen und den Kliniken ausschließlich durch Vermittlung der Hauszahnärztin oder des Hauszahnarztes erfolgt, da die entsprechende Einzelfallentscheidung eine genaue Kenntnis des Patienten und der Behandlungssituation voraussetzt. Die Information, welche Klinik oder Schwerpunktpraxis die zahnärztliche Notfallbehandlung übernehmen kann, erhalten Sie durch den ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116117). Um Ihnen den Entscheidungs- und Überweisungsprozess weitestgehend zu vereinfachen, stellen wir Ihnen ein Ablaufschema zur Verfügung.

Informationen zu arbeitsrechtlichen Fragen

Wer auf Grund des Corona-Virus durch das Gesundheitsamt unter Quarantäne gestellt wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann mitunter eine Entschädigung beantragen.

Die BZÄK hat ein Informationsblatt zu arbeitsrechtlichen Themen zusammengestellt. Dieses steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung:

Rundschreiben und Rundmails

Die Rundschreiben und Rundmails, mit den Empfehlungen zum Umgang mit dem Coronavirus, finden Sie hier (im geschützten Mitgliederbereich).