Pressemitteilungen

Vertreter aus allen Bereichen Sachsen-Anhalts warnen vor den Folgen für die Gesundheitsversorgung durch milliardenschwere Einsparungen des Bundes. Die Allianz aus medizinisch Tätigen, Handwerk, Arbeitgebern, Gewerkschaften und Krankenkassen fordert die Mitglieder des Bundestages auf, sich für eine nachhaltige und stabile Finanzierung einzusetzen.

Anlässlich des in Kürze beginnenden parlamentarischen Verfahrens über das sogenannte GKV-Finanzstabilisierungsgesetz (GKV-FinStG) haben sich bundesweit mehr als 15.000 niedergelassene Zahnärztinnen und Zahnärzte an einer Protestaktion gegen das Gesetz beteiligt.

Der Gesetzesentwurf des Bundesgesundheitsministeriums zur Stabilisierung der Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung infolge der Corona-Pandemie wird von der Zahnärzteschaft in Sachsen-Anhalt entschieden abgelehnt.

Sachsen-Anhalts Zahnärzten und Kieferorthopäden steht eine Ruhestandswelle bevor. Auch die Hansestadt Gardelegen bleibt nicht verschont. Ein gemeinsames Nachwuchsprogramm von Stadt und Kassenzahnärztlicher Vereinigung Sachsen-Anhalt (KZV LSA) soll dazu beitragen, dass die zahnärztliche Versorgung auch in Zukunft gut und möglichst wohnortnah gewährleistet bleibt.

In der zahnärztlichen und kieferorthopädischen Versorgung steht dem Land Sachsen-Anhalt in naher Zukunft eine Ruhestandswelle bevor. Davon stark betroffen: Der Altmarkkreis Salzwedel. Die Versorgungsprognose für die Region sieht düster aus. Bereits aktuell unterschreitet der Versorgungsgrad, der das zahlenmäßige Verhältnis von Zahnärzten zu Einwohnern beziffert, die Marke von 100 Prozent. Bis 2030 wird er voraussichtlich auf rund 50 Prozent sinken. Um diesem Schwund zu begegnen, haben Landkreis und Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KZV LSA) ein gemeinsames Paket zur Nachwuchsförderung geschnürt.

Wer in Sachsen-Anhalt einen Zahnarzt braucht, ist – so sagt es die Statistik – im Burgenlandkreis aktuell noch am besten versorgt. Doch: Sachsen-Anhalt steht eine Ruhestandswelle bei Zahnärzten und Kieferorthopäden bevor. Im Burgenlandkreis haben bereits über 40 Prozent der Zahnmediziner das Alter von 60 Jahren erreicht oder überschritten.

Beginnend mit dem Wintersemester 2022/23 können sich jährlich und deutschlandweit zehn Studierende der Zahnmedizin nach bestandener zahnärztlicher Vorprüfung mit 500€ monatlich von der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt bezuschussen lassen.

Mit dem Vollzug der Impfpflicht im Gesundheitswesen ab dem 16. März 2022 könne es zu deutlichen Versorgungsengpässen in der ambulanten zahnärztlichen Versorgung kommen, warnen Dr. Jochen Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung (KZV) Sachsen-Anhalt und Dr. Carsten Hünecke, Präsident der Zahnärztekammer (ZÄK) Sachsen-Anhalt.

Um dem drohenden Zahnarztmangel im Land zu begegnen, wird die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KZV) – als erste KZV bundesweit – beginnend zum Wintersemester 2022/23 jährlich zwölf Stipendien für Studienplätze der Zahnmedizin an der ungarischen Universität Pécs vergeben.

Um den drohenden Zahnarztmangel im Land zu begegnen, wird die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KZV) – als erste KZV bundesweit - ab 2022 in jedem Jahr Stipendien für Studienplätze der Zahnmedizin in der ungarischen Stadt Pécs vergeben.

Vor dem Hintergrund des drohenden Zahnärztemangels im Land und der damit verbundenen Sorge um die zahnärztliche Versorgung der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen-Anhalt haben die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt (ZÄK) und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KZV) gemeinsam den Appell „JETZT VORSORGEN – STATT SPÄTER DICKE BACKEN MACHEN“ als offenen Brief an die Ministerin Petra Grimm-Benne formuliert.

Das vertragszahnärztliche Versorgungssystem hat in der Corona-Pandemie seine Verlässlichkeit und Belastbarkeit unter Beweis gestellt. Garant dafür ist das flächendeckende Netz von Einzel- und Gemeinschaftspraxen im Land. Doch dies könnte schon in wenigen Jahren deutliche Lücken aufweisen. Zur Sicherstellung der zahnmedizinischen Versorgung in Sachsen-Anhalt geht die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) daher neue Wege.

Eine gute Mundgesundheit ist der beste Schutz vor Infektionskrankheiten wie COVID-19 oder auch Grippe. Deshalb raten Zahnärztekammer (ZÄK) und Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) Sachsen-Anhalt, Behandlungs- und Vorsorgetermine nicht zu verschieben oder abzusagen.

Am 7. Oktober 2020 lud die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KZV LSA) hochrangige Vertreter aus Politik und Wissenschaft zur feierlichen Eröffnung des „Zahnforum Halle“ ein. Mit der Gründung dieser Plattform beschreitet die KZV LSA neue Wege bei der Nachwuchsgewinnung und der Zukunftssicherung der zahnärztlichen Versorgung im Land.

Die strengen Hygienestandards in deutschen Zahnarztpraxen, auch in Sachsen-Anhalt, ermöglichen weiterhin eine ununterbrochene und sichere zahnmedizinische Versorgung. Sorgen vor einer Behandlung sind daher unbegründet.

Im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung am 27.05.2020 entschieden die 29 Mitglieder der Vertreterversammlung der KZV Sachsen-Anhalt einstimmig über die COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung.

Statt eines Rettungsschirmes sieht die am 4. Mai 2020 veröffentlichte COVID-19-Versorgungsstrukturen-Schutzverordnung des Bundesgesundheitsministeriums nur noch kurzfristige Liquiditätshilfen für Zahnarztpraxen vor. Für die Kassenzahnärztliche Vereinigung und die Zahnärztekammer Sachsen-Anhalt ist das enttäuschend.

Der alljährliche Besuch beim Hauszahnarzt oder bei der Hauszahnärztin erhält die Mundgesundheit und sichert Patienten eine höhere Lebensqualität - daran hat sich auch in Zeiten der Corona-Pandemie nichts geändert: Zahnarzttermine sollten nach wie vor wahrgenommen werden

Zur Aufrechterhaltung der Patientenversorgung fordern die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) und die Zahnärztekammer (ZÄK) Sachsen‐Anhalt die Sicherstellung einer fortlaufenden Betreuung für Kinder von medizinischem Personal.

Pflegebedürftige Menschen können häufig nur schwer oder nicht angemessen von zahnärztlichen Leistungen profitieren. Damit sie nicht durchs Versorgungsraster fallen, setzen die Vertragszahnärzte in Sachsen-Anhalt auf Kooperationsverträge mit Pflegeeinrichtungen zur systematischen Betreuung Pflegebedürftiger direkt vor Ort.